Montag, 8. Dezember 2014

Portal-Ueberschrift

Eigentlich möchte ich über meiner Haustüre ein Schild mit folgender Inschrift anbringen, es könnte natürlich auch in den feuchten Zement eine dekorative Vignette gestanzt werden, dann den Text dort reinmeisseln... alles ist wie so oft offen:

Lasciate ogni speranza, voi ch'entrate! (Lasst, die ihr eintretet, alle Hoffnung fahren!, All hope abandon, ye who enter in!) - Divina Comoedia, Inferno, Canto III, Vers 9, Das Höllentor.


Andere Uebersetzungen: Ihr, die ihr eingeht, laßt die Hoffnung schwinden!“


ahhh so schön! Hier grad noch der ganze Anfang...



Der dritte Gesang schildert den Eintritt in das Höllentor (V. 1–33):
 „Ich bin der Weg ins wehevolle Tal,
Ich bin der Weg zu den verstoßnen Seelen,
Ich bin der Weg zur StadIt der ew'gen Qual.
Mich schuf mein Meister aus gerechtem Triebe:
Ich bin das Werk der göttlichen Gewalt,
Der höchsten Weisheit und der ersten Liebe.
Vor mir war nichts Erschaffenes zu finden
Als Ew'ges nur; und ewig währ' auch ich.
Ihr, die ihr eingeht, laßt die Hoffnung schwinden!“
So stand geschrieben über einer Pforte
In dunkler Schrift „O Meister!“ sprach ich drob,
Zu hart ist mir die Deutung dieser Worte.“
Er aber sprach nach seinem klugen Sinn:
„Hier mußt du allen Zweifelmut ertöten;
Hier ziemt sich keine Zagheit fürderhin.
Wir sind nun an dem Ort, wo ich dir sagte,
Du werdest da das Volk des Elends sehn,
Dem eigne Schuld das höchste Gut versagte.“
Dann faßt' er heitern Blickes meine Hand
[125] Mit seiner, des ich Trost gewann, und führte
Mich ein in das geheimnisvolle Land.
Allda in unbestirnter Luft erschollen
Gewinsel, Klag' und lauter Weheruf,
So daß zu Anfang Tränen mir entquollen.
Verschiedne Sprachen, grauenvolle Zungen,
Des Jammers Worte, Stimmen hohen Zorns,
Und heisres Schrein, wozwischen Fäuste klungen,
Erregten ein Getös' das ohne Rast,
In diesen ewig schwarzen Lüften kreiset,
So wie der Staub vom Wirbelwind erfaßt.
Und ich, des Haupt von Irrtum war umschlungen,
Sprach: „Was vernehm' ich, Meister? Welch ein Volk
Ist dieses da, von Qualen so bezwungen?“ –

 

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