Mittwoch, 3. April 2013

Wurzelmaserung

Nehmen wir vorhergehende traumhafte Stühle zum Anlass, mal über diese Holzart zu schreiben. Schauen wir uns zuerst diesen Spiegel-Artikel an:


Wurzelholz-Armatur: Knolliges Zierrat

Dass das Wurzelholz im Bentley einer Baumwurzel entspringt, ist ein Gerücht. Dass die Verarbeitung jedoch zu den aufwendigeren Arbeitsabläufen im Automobilbau gehört, ist Tatsache. Bevor das Armaturenbrett in Wurzeloptik glänzt, sind eine halbe Weltreise und viel Handarbeit notwendig.



Reutlingen/Vorbach - Ob Bentley, Maybach oder Rolls-Royce, bei der Ausstattung ihrer Luxuslimousinen sind die Autobauer wählerisch. Wurzelholz im Innenraum gehört zum Pflichtprogramm. Bei seiner Herstellung bedient sich die Industrie nach Angaben des Furnierproduzenten Danzer in Reutlingen (Baden-Württemberg) eines Verfahrens, das bereits vor mehr als 2000 Jahren von den Ägyptern erfunden wurde. Schon die Schreiner der Pharaonen wollten ihre Arbeiten mit der Maserung von Bäumen verzieren, mussten aber mit dem Material sparsam umgehen und schnitten es in möglichst dünne Scheiben. Dieser Prozess wurde über die Jahrhunderte immer weiter verfeinert. "Doch im Grunde ist die Furnierherstellung bis heute stets ein Handwerk geblieben, bei dem es auf fachliches Können und Erfahrung ankommt", sagt Malte Hermann aus dem Marketing bei Danzer.
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In aller Regel beginnt der Weg vom Baum ins Auto auf Plantagen in Kalifornien. Dort wachsen die Walnussbäume, deren Wurzelmaserung bei den Autoherstellern am höchsten im Kurs steht. Entgegen der landläufigen Meinung verarbeitet die Industrie nicht tatsächlich die Wurzel des Baumes, sondern eine gewaltige Knolle, die über der Erde wächst - allerdings nur, wenn der Baum in jungen Jahren entsprechend veredelt wird. Dann bildet sich am Fuß des Stammes eine bis zu 600 Kilogramm schwere Verwachsung, die später zu Preisen von 10.000 Dollar und mehr gehandelt wird.
Knolle vor dem "Schälen": Das Holz wird in weniger als einen Millimeter dünne Scheiben aufgetrennt
GMS
Knolle vor dem "Schälen": Das Holz wird in weniger als einen Millimeter dünne Scheiben aufgetrennt
Findige Farmer sichern sich ein zweites Einkommen, indem sie über Jahre hinweg erst die Nüsse ernten und später bei nachlassenden Erträgen den Stamm an die Holz- und die viel wertvollere Knolle an die Furnierindustrie verkaufen. Hunderte dieser Knollen landen ähnlich wie die von Ahorn, Myrthe, Esche, Pappel und Birke bei den Furnierproduzenten, die allerdings nur einen Bruchteil ihrer Produktion bei den Autoherstellern einsetzen können: Mercedes, BMW & Co. seien ausgesprochen wählerisch und stellen hohe Anforderungen, sagt Herrmann. Dort müsse das Material nicht nur von bester Qualität sein. "Es muss auch eine sehr bewegte Zeichnung haben, damit auf kleinster Fläche noch genügend Maserung zu sehen ist." Aus zarten Holzblättern werden stabile Bauteile
Nach der "Ernte" werden Wurzelknollen und Stämme laut Herrmann nach Europa transportiert, entrindet und aufgeschnitten. Danach werden die noch immer stattlichen Holzstücke bis zu 100 Stunden in heißem Dampf "gekocht". So entwickeln sie ihre endgültige Farbe und werden elastisch genug für das "Schälen", bei dem das Holz in weniger als einen Millimeter dünne Scheiben aufgetrennt wird. Diese Scheiben werden getrocknet, gebündelt und wahlweise an die Möbel- oder eben an die Zulieferer der Automobilindustrie verkauft.

Bentley Continental GT: Im Woodshop verarbeiten 80 Spezialisten vom Schreiner bis zum Kunsttischler das Wurzelholz
Bentley Continental GT: Im Woodshop verarbeiten 80 Spezialisten vom Schreiner bis zum Kunsttischler das Wurzelholz
Dort - bei manchen Fahrzeugherstellern auch direkt im Werk - entstehen dann aus zarten Holzblättern wieder stabile Bauteile. Dafür werden die Furniere nach Angaben des Zulieferers Novem in Vorbach (Bayern) in bis zu 40 Arbeitsschritten einzeln zugeschnitten, unter Hochdruck verpresst und verklebt, hauchfein geschliffen, gebleicht, gefärbt, gefräst, lackiert und immer wieder poliert, bis man sich im kratzfesten Klarlack buchstäblich spiegeln kann. Technisch unterscheiden sich die Teile dabei vor allem im Aufbau. So bestehen manche Zierteile aus über 20 einzeln verleimten und fünfmal lackierten Holzschichten, während andere wie das Laminat im heimischen Wohnzimmer lediglich hübsch bedruckte oder mit einer einzelnen Deckschicht beklebte Bauteile aus Kunststoff oder Aluminium sind, die nur Holzstrukturen imitieren. Ganz selten wird zum Beispiel bei Bentley oder Aston Martin auch massives Holz verarbeitet.
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Schreiner bei Furnierauswahl: Für jedes Teil der Holzinnenausstattung werden geeignete Hölzer ausgewählt und zugeschnitten
GMS
Schreiner bei Furnierauswahl: Für jedes Teil der Holzinnenausstattung werden geeignete Hölzer ausgewählt und zugeschnitten
Besonders gefragt sind die edlen Hölzer vor allem in der Luxusklasse. So betreibt etwa Bentley am Stammsitz Crewe in Mittelengland einen eigenen "Wood Shop": Dort kümmern sich 80 Spezialisten vom Schreiner bis zum Kunsttischler um den natürlichen Zierrat aus Stamm und Wurzel. Um die bis zu sechs Quadratmeter Holzfläche pro Fahrzeug zu verarbeiten, benötigen sie beinahe zwei Wochen Zeit. Wurzelholzfurnier von der Rolle
Auch Rolls-Royce hat im neuen Werk in Goodwood (Südengland) eine Holzwerkstatt für die rund 60 Zierteile pro Fahrzeug eingerichtet. Und in der Stuttgarter Maybach Manufaktur rühmt man sich gar, dass im Maybach 62 mehr als 100 Holzelemente verbaut werden. Besonders stolz sind die Schreiner der Schwaben auf einen dreiteiligen Lamellenzierstab, der sich auf fast sechs Metern Länge durch das Auto zieht.
Doch der Anblick feiner Maserungen und schmucker Astaugen ist kein Privileg der Besserverdiener mehr. Längst gibt es Echtholzausstattungen auch in der Mittel- und Kompaktklasse. Und selbst wer in der Zubehörliste seines Herstellers nicht fündig wird, braucht nicht zu darben. Denn Zubehörfirmen wie Folia Tec in Nürnberg bieten laut Pressesprecherin Ulrike Tobisch-Kohlbecker Klebefolien mit Wurzelholzdekor an. Nur sollte man bei der Verarbeitung sorgsam vorgehen: Denn wenn das Holz Blasen wirft, wird wohl kaum jemand mehr an einen Werkstoff von Mutter Natur glauben.
Von Thomas Geiger, gms



nten durch spätere Blüte und frühere Frucht.
WalnussbäumchenDiese junge Wallnuss wächst an einem Fluss. Die Temperaturen sind im Winter relativ höher als im Umland, die Frostgefahr ist also geringer.

Schnörkelloses Vorzeigeholz

Wir wollen das Holz der Walnuss nicht vergessen, es ist ein wahrer Schmuck und nicht nur das. Feinfaserig, zäh und hart kann es hinsichtlich der Materialeigenschaften mit Eiche verglichen werden. Es ist aber nicht so spröde wie diese, sondern sehr biege- und insbesondere bei Belastung splitterfest. Zudem schwindet es kaum. Es ist relativ einfach zu verarbeiten, man muss aber beachten, dass bestimmte Leime und Metalle Walnussholz verfärben. vgl. [e]
Das Holz von Walnussbäumen ist natürlich schon früh und immer wieder verarbeitet worden, allerdings ist der Baum nie zum Nutzholz geworden und so auch nie planmäßig zur Holzgewinnung angepflanzt worden. Wer eine Walnuss pflanzt, tut dies der Nüsse wegen und vielleicht gegen die Fliegen. Und das macht Walnussholz selten und teuer: ein Luxusholz eben. Daraus folgt dann am Markt, dass nicht alles, was Walnussholz oder ähnlich heißt, auch welches ist.
Stamm WalnussSilbrig und ganz glatt sind die Stämme junger Walnüsse. Sie wirken dadurch sehr exotisch. Diese hier wurde im Frühjahr vor dem Blattaustrieb aufgenommen.
„Entdeckt“ wurde das attraktive Holz als repräsentativer Werkstoff fürs Mobiliar zur Zeit der Renaissance in Italien, als man anfing, den Möbeln die Schnörkel abzugewöhnen und die rechtwinklige Form zu bevorzugen. Ruhige Flächen und Architekturelemente nach antik-klassischem Vorbild boten nicht nur Raum dafür, sondern betonten sogar noch schöne Zeichnung im Holz. Und die kann die Walnuss mit inspirierend-kontrastierender Maserung auf goldenem Grund unbezweifelbar bieten. vgl. [2], 32 f.
Damit war – jedenfalls in England und Deutschland – das beliebteste Furnier-Holz bürgerlichen Wohnens geboren. Es war teuer genug, um damit angeben zu können, doch konnte man es – im Vergleich zu den in Frankreich zeitweise beliebteren, weil teureren bois des Indes – aus preisgünstiger heimischer Produktion beziehen. Die Beliebtheit des Holzes brach aber auch später nicht ab, als der hohe Bedarf durch aufwändige Lieferungen aus Südeuropa, vom Schwarzen Meer und aus Virginia gedeckt werden musste. vgl. [5], 99
Schrank aus Walnussholz Walnuss ist seitdem ein Favorit unter den Schmuckhölzern geblieben. Aber es gibt noch eine Steigerung. Anders als viele Bäume bildet die Walnuss eine lange Pfahlwurzel. Unterhalb der Erdoberfläche behält der Baum zeitlebens eine knollenförmige Verdickung. Die Wurzel der Walnuss ähnelt dadurch einer Rübe. Diese Knolle ist Objekt der Begierde, denn sie liefert das teure, luxuriös aussehende und in ebensolchem Ambiente gern verbaute Wurzelholz der Walnuss. [1] Schon das Ast- und Stammholz kann für wunderbare klappsymmetrische Furniere verwendet werden, mit Wurzelholz aber ist solches eine Schau.
Bei der Autoindustrie – nämlich für Armaturenbretter, Schaltknäufe etc. – ist die Claro-Nuss aus diesem Grunde sehr beliebt. Sie ist teuer und gerade eben ausreichend verfügbar. Diese Walnussart ist eine Kreuzung aus der kalifornischen Walnuss und der sogenannten echten, europäischen Juglans regia, die sogar im Wasser stehend gedeiht und gute Frucht trägt. Jedes Jahr kommen die Aufkäufer im Auftrag der Autofirmen, suchen mit geübtem Blick aus und zahlen hohe Preise für die besten Maserknollen. [b]
Ja, nehmen wir bei unserer nächsten Limousine Amboina oder Walnuss-Maser? Und zu Weihnachten lieber die gebleichten Walnüsse mit ultraharten Schalen aus Kalifornien oder welche aus Grenoble? Ach, die aus unserem Garten sind klein und schmutzig und feucht, aber sie schmecken besser. Außerdem kann man sie leichter knacken. Sparge arbore nuces!
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Description

A burl results from a tree undergoing some form of stress. It may be caused by an injury, virus or fungus. Most burls grow beneath the ground, attached to the roots as a type of malignancy that is generally not discovered until the tree dies or falls over. Such burls sometimes appear as groups of bulbous protrusions connected by a system of rope-like roots. Almost all burl wood is covered by bark, even if it is underground. Insect infestation and certain types of mold infestation are the most common causes of this condition.
In some tree species, burls can grow to great size. The largest, at 26 feet (7.9 m) occur in coast redwoods (Sequoia sempervirens) and can encircle the entire trunk; when moisture is present, these burls can grow new redwood trees. The world's second-largest burls can be found in Port McNeill, British Columbia. One of the largest burls known was found around 1984 in the small town of Tamworth, New South Wales. It stands 6.4 ft (2.0 m) tall, with an odd shape resembling a trombone. In January 2009, this burl was controversially removed from its original location, and relocated to a public school in the central New South Wales city of Dubbo.

Use

Burls yield a very peculiar and highly figured wood, prized for its beauty by many; its rarity also adds to its expense. It is sought after by furniture makers, artists, and wood sculptors. There are a number of well-known types of burls (each from a particular species); these are highly valued and sliced into veneers for furniture, inlay in doors, picture frames, household objects, automobile interior paneling and trim, and woodturning. The famous birdseye maple of the sugar maple (Acer saccharum) superficially resembles the wood of a burl but is something else entirely. Burl wood is very hard to work with hand tools or on a lathe because its grain is twisted and interlocked, causing it to chip and shatter unpredictably. This "wild grain" makes burl wood extremely dense and resistant to splitting, which made it valued for bowls, mallets, mauls and "beetles" or "beadles" for hammering chisels and driving wooden pegs.[1]
Some burls are more highly prized than others, including ones from rural areas in central Massachusetts, northeast Connecticut, and as far south as Philadelphia. Some resemble an explosion in which the grain grows erratically, and it is these burls that the artist prizes over all other types. These spectacular patterns enhance the beauty of wood sculptures, furniture, and other artistic productions.
Burls are harvested with saws or axes for smaller specimens and timber felling chainsaws and tractors for massive ones.

Redwood burls

Burls are common among redwood trees, but harvesting them can be difficult due to their sometimes great size, and can also harm the tree.

Amboyna burls

Amboyna burl is a particularly expensive type of burl, costing $300.00 b/f to $72.00 per pound, much more than bigleaf maple burl, for example. It comes from padauk trees (Pterocarpus spp.) of Southeast Asia. Padauk trees are quite common but the burl is extremely rare. The amboyna is usually a deep red, although the more rare moudui burl is the same species but the color is from golden yellow to yellow-orange. The sapwood is creamy white with brown streaks. The common use for amboyna is interiors for luxury vehicles, turnery, cabinets, veneer, and furniture.







alskjöasödlfjk
  bigleaf maple burl, for example. It comes from padauk trees (

  bigleaf maple burl, for example. It comes from padauk trees (
Silver Birch = Sil







Das Holz ist ... in US American English heiss te Burl-Wood, ansonsten bei uns es Bur oder Burr-Wood heisst...

was sagen sie Fachleute:
Burls yield a very peculiar and highly figured wood, prized for its beauty by many; its rarity also adds to its expense. It is sought after by furniture makers, artists, and wood sculptors. There are a number of well-known types of burls (each from a particular species); these are highly valued and sliced into veneers for furniture, inlay in doors, picture frames, household objects, automobile interior paneling and trim, and woodturning. The famous birdseye maple of the sugar maple (Acer saccharum) superficially resembles the wood of a burl but is something else entirely. Burl wood is very hard to work with hand tools or on a lathe because its grain is twisted and interlocked, causing it to chip and shatter unpredictably. This "wild grain" makes burl wood extremely dense and resistant to splitting, which made it valued for bowls, mallets, mauls and "beetles" or "beadles" for hammering chisels and driving wooden pegs.[1]
Some burls are more highly prized than others, including ones from rural areas in central Massachusetts, northeast Connecticut, and as far south as Philadelphia. Some resemble an explosion in which the grain grows erratically, and it is these burls that the artist prizes over all other types. These spectacular patterns enhance the beauty of wood sculptures, furniture, and other artistic productions.

Wird noch komplizierter, wenn ich das auf Deutsch und Französisch nachschaue...

Maserknolle, Maserknolle, fälschlich auch als Wurzelholz bezeichnet ist ein Wucherung am Baum, die ein gemasertes Holz ergibt.

 Maserknollen sind Zellwucherungen, die in der Regel durch das Bakterium Agrobacterium tumefaciens ausgelöst werden. Dieses schleust mit Plasmiden Bruchstücke des eigenen Genoms in das Genom von Zellen höherer Pflanzen und löst im Befallsbereich ein ungehemmtes Wachstum aus. Die Knollen sind an einer deutlichen Verdickung am Stamm, häufig im unteren Stammabschnitt zu erkennen. Die Maserknollen werden speziell am Baum in jungen Jahren durch Veredelung erzeugt. "Dann bildet sich am Fuß des Stammes eine bis zu 600 Kilogramm schwere Verwachsung, die später zu Preisen von 10.000 Dollar und mehr gehandelt wird.[1]


Sehr oft werden Edelhölzer als Maserknolle, insbesondere als Furnier, verarbeitet. Die Maserknolle von Walnussbäumen wird vor allem verwendet für[2]

Pfauenauge...



Loupe kenne ich, aber die u.U. offiziellere Version "Broussin" war mir nicht geläufig.

Un broussin, ou loupe, est une excroissance ligneuse apparaissant sur le tronc ou sur les branches de certains arbres : broussin d'érable, d'orme, de buis, loupe d'amboine, etc.
Les broussins situés près du sol peuvent se transformer en racines mais ce sont aussi souvent des points d’entrée pour les insectes foreurs et autres parasites. Ils sont généralement provoqués par un obstacle à la circulation de la sève (ordinairement la gelée).


Walnuss

Baumheide, rötlich, "Bruyèreholz", für Pfeifenköpfe





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