Samstag, 29. Dezember 2012

Compact Cassette The Return

So ein dankbares Thema... hier einige gutgemeinte Ratschläge zum Tonbandsalat..


Hallo Leute!

Die Musik-Kasetten von meinen Kindern zieht es des öfteren in den Kasettenrekorder. Die Kasetten sind meist billige Exemplare mit Märchen, Geschichten oder Kinderlieder. Die Kasettenrekorder sind auch billige Teile z.B. von Aldi (Tevion). Teure Recorder möchte ich noch nicht Kaufen: Alter meiner Kinder 4 und 7 Jahre. An was liegt es, daß sich die Bänder im Rekorder immer aufwickeln und was kann man dagegen tun?

Tschüß

Horst 







Re: Tonbandsalat

leider auch meine erfahrung, leider manchmal auch unwiederbringliche aufgenommene sachen.
Ursache: manche geräte kommen nicht mit Wechsel von Wiedergabe direkt zum wickeln und umgekehrt klar (Band macht schleife und wird zwischen Andruckrolle und Tonwelle gefaltet und auf tonwelle oder andruckrolle aufgewickelt)
manchmal ist auch der zu geringe aufwickelzug schuld und manchmal ist das schlechte band oder dessen führung schuld, sodass das band auf dem Wickel auf der Aufwickelseite nicht exakt übereinander liegt und sich der wickel in der kassette verklemmt bzw. zu schwer geht. Der Wickel bleibt dann stehen und das band macht siehe oben.







Re: Tonbandsalat

Hi Horst!
Besorge Dir erstmal einen neuen Gummiriemen für den Kapstan, das ist das kleine Chromblitzende Ächschen auf das die Andruckrolle das Tonband drückt, um eine konstante Bandgeschwindigkeit zu erreichen.
Dazu muß Du das Laufwerk freilegen. Ist nicht sooooo schwer.
Der neue Riemen sollte etwas enger sein als der alte.
Reinige die Kapstanwelle und die Andruckrolle gründkich mit techn. Alkohol oder einfach mit Spiritus.
Prüfe mal nach ob die Cassetten evtl. etwas schwer laufen. Wenn Ja, nimmst Du sie mit beiden Händen und verwindest sie ein bisschen hin und her.
Ach ja, die Laufräder der Riemen sollten im Bereich der Riemenlauffläche auch gereinigt werden, da hier und da mal ein bisschen Schmier sitzen kann.
Ich hoffe, Dir ist damit geholfen!

Seitentipp: http://www.reichelt.de







Re^2: Tonbandsalat

Hallo Marcus!Besorge Dir erstmal einen neuen Gummiriemen für den Kapstan,
das ist das kleine Chromblitzende Ächschen auf das die
Andruckrolle das Tonband drückt, um eine konstante
Bandgeschwindigkeit zu erreichen.
Jaaaaa aber!!

Warum den Gummiriemen wechseln, der kommt mit den Tonband gar nicht in berührung. Das Band bleibt eigentlich immer an der Andruckrolle hängen.Reinige die Kapstanwelle und die Andruckrolle gründkich mit
techn. Alkohol oder einfach mit Spiritus.
Reinigen finde ich schon sinnvoller.

Aber!! meine Stereoanlage habe ich schon fast 20 Jahre (Telefunken), der Kasettenreckorder vielleicht 1 Jahr, und in dem Kasettendeck der Stereoanlage hatte ich noch nie Bandsalat. Da muß doch etwas anderes sein, z.B. vielleicht das Material der Andruckrolle oder etwas anderes.Prüfe mal nach ob die Cassetten evtl. etwas schwer laufen.
Wenn Ja, nimmst Du sie mit beiden Händen und verwindest sie
ein bisschen hin und her.
Die sind eigendlich in Ordnung
Gruß Horst






Re^3: Tonbandsalat

Hallo,Aber!! meine Stereoanlage habe ich schon fast 20 Jahre
(Telefunken), der Kasettenreckorder vielleicht 1 Jahr, und in
dem Kasettendeck der Stereoanlage hatte ich noch nie
Bandsalat.
Kauf' halt keinen Schrott, dann hast Du keinen Schrott! Gib weniger Geld für Features aus, dafür mehr für Qualität. Kauf keine Aldi-Pseudo-Hifi-Geräte für Kinder, sondern die bunten My-First-Sony-Geräte. Die halten bei mir schon das dritte Kind aus. Ohne Bandsalat und Defekt. Für meine Schwester hab' ich jedes Jahr ein bis zwei Geräte raparieren dürfen, weil alles abgebrochen oder sonstwie defekt war. Bis ich es dann aufgegeben habe, weil nach 4 Wochen der nächste Fehler aufgetreten ist.
Also mein Tip:
schmeiß den Schrott in die Tonne und kauf ein gescheites Gerät. Nach der ersten Reparatur folgt sogleich die nächste. Merke: wer billig kauft, kauft (mindestens) zweimal.
Gruß
Axel



na und da ist ja noch wer fast wie ich:::::


Gefangen im Tonbandsalat meines Kopfes.

Stop. Rewind. Play.... Play it again.
Und deswegen jage ich lieber den Schmetterlingsideen mit meinem Gedankennetz hinterher. Ich renne über die grünschlammige Wiese und die Gummistiefel leuchten darin.
Stop. Rewind. Play.... Play it again.
Der Wecker hat geklingelt. Schon vor einer ganzen Weile. Und ich liege in meinem Bett, starre meine Topfpflanzen auf dem Fensterbrett an in dem Bewusstsein jetzt- wirklich jetzt gleich aufzustehen.
Ich denke das schon seit einer dreiviertel Stunde vielleicht. Genau kann ich es nicht sagen, denn das Pflanzenwachstum ist eine große Zeitmesseinheit und bis jetzt ist die Geranie im Topf nicht gewachsen. Also kann viel Zeit nicht vergangen sein, ich will es auch nicht wissen, will nicht auf den Wecker schauen und dann in künstliche Panik verfallen, die Vorlesung zu verpassen.
Künstliche Panik. Den Körper mutwillig in Stress versetzen. Stress, dass man zu spät kommt, Stress, dass man es nicht mehr schafft, den Kaffee zu trinken, Stress dass du.....
Nein, da schaue ich doch lieber die unstressigsten Geschöpfe der Erde an: Topfpflanzen.
Ob du meinen Gummibaum noch hast? Ob du dich noch um ihn kümmerst?
Ich schenkte ihn dir einmal, als du vor lauter Arbeit deinen Schreibtisch verlassen nicht wolltest und ich über die schlechte Arbeitsatmosphäre scherzhaft klagte. Ein Pflanze mache das hier alles viel schöner, viel schöner für dich, habe ich gemeint und streichelte über deinen kurzhaarigen Kopf, von dem du der Meinung warst, er müsse wieder geschnitten werden. Es wäre ja Sommer und sie würden ja stören. Ja, es war Sommer und ich wachte an deiner Seite, dir bei deiner Arbeit irgendwie helfen zu können- dir eben wenigstens Kaffee, Vanilleeis oder Topfpflanzen zu besorgen.
Jetzt ist Winter zeugt mir die Fensteraussicht und ich lasse weiterhin die Minuten an mir vorbeirasen. Es ist nichts weiter schlimmes daran heute nicht zur Vorlesung zu gehen. Etliche waren etliche Male auch nicht anwesend gewesen, warum sollte es bei mir einen Faux- pas darstellen? Wahrscheinlich würde es niemanden auffallen...
Außer dir natürlich. Dir würde es auffallen und dann würde es auch deinen Freunden auffallen und dann würde jeder wissen, dass der Sommer vorbei ist und nun der Winter da ist und dass ich nicht neben dir in der Vorlesung sitze.
Pause. Rewind. Play.
Der Wecker hat geklingelt. Schon vor einer ganzen Weile. Und ich liege in meinem Bett, starre meine Topfpflanzen auf dem Fensterbrett an und möchte jetzt, wirklich jetzt gleich aufzustehen. Ich drehe mich zur Seite und starre die kahle Wand neben mir an. Eigentlich habe ich sie nie sehr intensiv angeschaut, so wie jetzt. Früher, da lagst du meist an der kahlen kalten Wand und wenn ich mich umdrehte, sah ich nicht sie, sondern dein Stoppelgesicht und wie du schon lange vor mir wach warst, aber meinen Sommersprossenrücken angeschaut hast, solange bis ich mich endlich zu dir umgedreht habe und du dann meintest, wir müssen los, es ist schon so spät, die Vorlesung fängt gleich an. Wie oft habe ich dich dann mit Küssen oder einem Kissen erstickt, um nicht so gehen, nicht aus den Laken zu müssen, die schönen kühlen Laken, raus in drückend- warme Welt.
Pause. Rewind. Play.
Der Wecker hat geklingelt. Schon vor einer ganzen Weile. Und ich liege in meinem Bett, starre meine Topfpflanzen auf dem Fensterbrett und mir wird bewusst, dass ich jetzt, wirklich jetzt gleich aufstehen sollte. Ich möchte nach meiner Uhr greifen, um doch einen Blick auf die Zeit zu wagen und reiße bei dem Versuch, den Krimskrams und die Bücher von meinem Nachttisch herunter. Heraus purzelt, als Lesezeichen missbraucht, ein Photo von uns beiden: in einem Leipziger Hinterhof, bei diffusem Licht stehen wir um einen Grill herum und du hältst stolz einen Plastikbecher in die Höhe, den ich zuvor zu einem Propeller oder zu einer Windmühle oder was auch immer gebogen und gerissen habe. KUNST steht in deinen krakeligen Buchstaben darauf und ich neben dir: Ich bin schallend lachend mit einer Hand an deinem Rücken auf Zelluloid gebannt. Ein bescheuertes Photo. Eigentlich. Richtig bescheuert, dein dümmliches Grinsen und mein Pferdewiehern- lachen. Ich erinnere mich an die Veranstaltung zuvor, eine Lesung. Du hieltest die ganze Zeit meine Hand und beobachtetest mein Gesicht während gelesen und gespielt wurde. Oft kam ich mir schrecklich ertappt vor, weil ich an den Fingernägeln kaute oder nervös an meinen Klamotten herumspielte. Dass du mich dabei betrachtet hast machte mich beschämt und unsicher: dann stimmte die Rollenverteilung nicht mehr. Das hielt ich dir auf dem Rückweg vor, warum machst du das? Warum bist du so arrogant? Was soll das überhebliche Gehabe? Genervt und nicht-verstehend liefst du eine Zeit lang 3 Meter vor mir. Lächerlich kommt es mir jetzt vor.
Pause. Rewind. Play.
Der Wecker hat geklingelt. Schon vor einer ganzen Weile. Und ich liege in meinem Bett, starre auf dem Fenster mit dem Bewusstsein jetzt gleich aufzustehen. Aber ich war nie gut im früh aufstehen, ich genieße viel zu gern die dusseligen Minuten zwischen Aufwachen und Aufstehen, wünschend sie würden nie vorbei gehen. Dich störte das sehr, du warst ein unbelehrbarer Frühaufsteher. Morgenstund hat Gold im Mund. Wie oft habe ich diesen Spruch wie Flöhe in meine Haut zwicken fühlen. Ich solle nicht alles immer so vertrödeln, ich würde ja nie aus dem Knick kommen und denke ich, dass ich die Sachen aufschieben könnte, indem ich länger im Bett bliebe?
Zugegebenermaßen, ich bin tranig und bei diesen Worten fühlte ich mich stets verletzt, der Enttarnung wegen und regelmäßig stiegen mir bei solchen Standpauken die Tränen in die Augen. Heulen bringt jetzt auch nichts, herrschtest du mich an, um dann ganz geschäftig Sachen vor meinen Augen zu erledigen: dich anziehen, das Kleinchaos aufräumen, Frühstück machen... und mir damit zu demonstrieren wie weit du bist und wie weit weg ich. Weit weg. Ja, irgendwie war ich damals schon weit weg von dir. In den Momenten trennte nur die Bettkante uns beide, aber was uns noch viel mehr voneinander entfernte, war mein elender Stolz. Jetzt überwand ich erst recht nicht die Hürde Bettkante, um zu dir, in das Land der geschäftigen angezogenen Frühstückmacher zu reisen. Man hätte ich auch in die First Class umbuchen können, ich wäre dennoch nicht geflogen.
Pause. Rewind. Play.
Der Wecker hat geklingelt. Schon vor einer ganzen Weile. Und ich liege in meinem Bett mit dem Bewusstsein wirklich jetzt gleich aufzustehen. Aber ich kann nicht. Ich kann die Bettkante und die Laken nicht überwinden. Weil diesmal die kalte windige Welt auf mich wartet und du... du in der Vorlesung.
Wir haben es ja beide nicht geschafft den Winter zum Sommer zu machen. Daran ist nichts Falsches. Wenn die Tage trüber werden, gelingt es den wenigsten die noch vorhandenen Sonnenstrahlen zu bemerken. Uns kitzelten sie mit ihrem frostigen Licht, aber wir dachten es sind Messerstiche oder Florettritze, die man uns fein säuberlich unter die Haut schob. Du dachtest, ich sei diejenige mit den Schärfen in der Hand. Ich machte dich für die Schnitte verantwortlich. Und so vergingen die Spätsommer- und Herbsttage, die olle Topfpflanze würde auch schon etwas grauer und lebloser und wir bemerkten nicht, wie der Winter kam.
Bis ich heute früh aufwachte und die Topfpflanzen auf dem Fensterbrett anstarrte, bis ich die kühle Wand neben mir bemerkte, bis ich den Krimskrams vom Tisch schleuderte, bis ich heute morgen nicht deine dunkle Stimme aus der Küche hörte, wir müssen los, wir sind zu spät dran, die Vorlesung geht gleich los. Ich sah aus dem Fenster und sah den Winter, der Wecker klackte die Minuten davon und die Kaffeemaschine sang nicht ihre morgendlichen Gurgellieder.
Wann bist du gegangen? Als meine Augen vor Müdigkeit und Tränen brannten, da lagst du noch neben mir. Irgendwann muss ich wohl eingeschlafen sein. Hast du noch ein wenig meinen Rücken angeschaut oder bist du sofort geflüchtet?
Du konntest schon immer die Bettkante mühelos überwinden, während ich mich an den Laken festkrallte: nein lassen wir die Welt da draußen, komm wieder her.
Aber du bist immer früh aufgestanden und mit der Zeit immer früher, so als hättest du nicht nur ein schlechtes Gewissen, den Tag zu versäumen, sondern dein ganzes Leben und ein noch schlechteres Gewissen, weil du mich zu dem Grund für das Versäumnis gemacht hast.
Bin ich das Versäumnis schlechthin? Was, wenn ich jetzt aufstünde? Was, wenn ich in die Vorlesung gehe? Mein Kopfkino rasselt mit Lichtgeschwindigkeit an mir vorbei, in Dolby Digital, in Breitbildformat. Ich überwinde die Bettkante, kraule der Kaffeemaschine ein wenig den Hals und versöhnt fängt sie an ihr Morgenlied zu röcheln. Ich schlüpfe in meine Sachen, die grau und modrig wirken vom gestrigen Zigarettenqualm. Ein verstörter Blick zur Weckeruhr. Stop. Forward? Fast forward.






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