Sonntag, 18. März 2012

Schön Sitzenbleiben...

Es flattern die Microchiropteren ... hmmm, das versteht ja keiner, also nochmals: es flattern die Fledermäuse...









nun, in meiner Jugend hatte ich keinen Stil und daher bin ich mit diesen Comix aufgewachsen:


Frank Frazetta hatte ab 1969 die Figur gezeichnet...


Boris Vallejo wurde von Frank stark beeinflusst...



Lewis Wilson war der erste Bildschirmbatman 1943



O.K. etwas weit hergeholt, wenn ich über Seppi's Möbel berichten will.. egal, Vampire, Fledermäuse, Cabaret, da treffen wir immer wieder auf Weiber...

ER muss auch noch schnell "hallo" sagen...



Also, und Sie fragen sich, warum all der Zauber? Tjach eben, weil es doch das dolle Cabaret Fledermaus gab, da links um die Ecke, in Wien, die von Josef Hoffmann entworfene Jugendstil-Kleinkunstbühne, die sich von 1907 bis 1913 in der Kärntner Strasse, Ecke Johannesgasse, befand, im Stadtbezirk Innere Stadt. Was schreibt die Wiki dazu:



Das Cabaret Fledermaus wurde 1907 auf Initiative des Wiener Werkstätte-Gründungsmitglieds und -Mäzens Fritz Wärndorfer im Souterrain eines im Jahr davor errichteten Hauses in der Kärntner Straße 33, Ecke Johannesgasse 1 gegründet und am 19. Oktober 1907 eröffnet. Die Innenausstattung im Jugendstil wurde von Josef Hoffmann geplant, die Ausführung erfolgte durch die Wiener Werkstätte, die in Eigenauftrag handelte, da die Finanzierung angeblich aus Vorschusszahlungen für die Errichtung des Palais Stoclet gesichert war. Neben Hoffmann waren etliche namhafte Künstler des Wiener Jugendstils an der Ausgestaltung beteiligt, unter anderem Gustav Klimt, Oskar Kokoschka, Anton Kling, Koloman Moser, Carl Otto Czeschka und Eduard Wimmer. Dabei wurden die Innenausstattung inklusive der Bühne und Möblierung, aber auch Plakate, Postkarten, Essbesteck und die Anstecknadeln der Platzanweiserinnen von der Wiener Werkstätte entworfen. Augenfälligstes gestalterisches Element des Kleinkunstlokals war ein aus 7.000 Majolikaplatten bestehendes Mosaik, mit dem die Wände, Bar und Garderobe bedeckt waren. Die von Josef Hoffmann eigens für die Fledermaus entworfene und von Jacob & Josef Kohn gefertigte Sitzgruppe wird noch heute unter diesem Namen produziert.

Die künstlerische Leitung wurde dem Kabarettisten-Paar Marc Henry und Marya Delvard übertragen, die bereits ein Jahr zuvor das Kabarettlokal Nachtlicht eröffneten, welches jedoch nach kurzer Zeit wieder geschlossen wurde. Die Texte der Kabarettprogramme kamen beispielsweise von Peter Altenberg, vor allem aber vom Duo Alfred Polgar und Egon Friedell, der so genannte Goethe-Sketchwar einer ihrer größten Erfolge. Friedell übernahm von 1908 bis 1910 die Leitung der Fledermaus, danach sank allerdings das Niveau des Dargebotenen sukzessive.  1913 wurde das Lokal verkauft und als Revuetheater Femina neu eröffnet. Danach diente es jahrzehntelang als Kino (Kärntner Kino, Metro vis à vis) und schließlich aktuell als Tanzlokal.

So und jetzt sind wir endlich bei Herrn Hoffmann's Bänkel angelangt... erstaunlich ist, dass seriöse Auktionshäuser von ZWEI Seppi's ausgehen, nicht sauber:

HOFFMANN, Josef (1870-1956). Fledermausgruppe, bestehend aus Sitzbank, 2 Sessel und einem Tisch. Entwurf für das Cabaret Fledermaus in Wien, 1907. Hersteller Jacob & Josef Kohn, signiert. Bugholz mahagoni gebeizt und bezogen mit braunem Wildleder. Tisch: ovale Platte 59x47, Höhe 75. Sitzbank: 74,5x123x52. Sessel: 74,5x55x52. Sitzhöhe 45. Schätzung: CHF 1500 - 2000


Josef Hoffmann, (Wien 1831 - Wien 1904), Entwurf
Jugendstil-Sitzgruppe 'Fledermaus', Wien, Ausführung 20. Jh. Holz, gebogen, rötlich gebeizt, poliert und gepolstet. Entwurf um 1907 für den Vorraum des Fledermaus-Cabaret der Wiener Werkstätten. Herstellerplakette von Wittmann. 3-tlg.: Tisch und 2 Stühle (Variante des berühmten Fledermausstuhls). Partiell kl. Gebrauchsspuren. Tisch H. 66 cm, Dm. 66 cm. Stuhl Rückenh. 74 cm, Sitzh. 46 cm, B. 41 cm.

Nunja... ähöm. Hier mal ein Möbel:




Die Plakette von Walt Wittmann ... naja


More a hobby than a great business was the interiour of the Cabaret Fledermaus in Vienna.

With a prepayment from the Palais Stoclet projekt, the intention to reach the "Gesamtkunstwerk" was realized more than in other projects.

"Undisturbed by molastation of the client" Josef Hoffmann could reach his ideal.

Many artists around the Wiener Werkstaette took part: Berthold Löffler, Kolo Moser, C.O. Czeschka, Michael Powolny, Oskar Kokoschka , Emil Orlik, Egon Schiele, Julius Klinger oder Fritz Zeymer....

All rooms of the theater were included in the design, cloakroom, walls, the bar were covered with more than 7 thousand tiles in ceramics.

model in wood: Copyright Atelier Hnizdo





Programm Illustration, 1907



Titelbild (oben) und Rückenseite (unten) (hmm, logisch, oder?) des ersten Theater-Programmes, 1907, von Carl Otto Czeschka (1878-1960) 





Berthold Löffler (1874-1960):  The Diseuse Marya Delvard aus demselben Programmheft


von Josef Diveky, 1907-08



Poster, 1907/08 von Franz Karl Delavilla (1884-1967)



Werbeposter, 1907



Anderes Poster, ohne Jahr

 

Jaaa...

JOSEF HOFFMANN

geboren 1870 in Pirnitz (Tschechien)
gestorben 1956 in Wien (Österreich)

TÄTIGKEITSBEREICHE

Architekt, Möbeldesign, Produktdesign

KURZBIOGRAFIE

Schon in der Höheren Staatsgewerbeschule in Brünn interessierte sich Josef Hoffmann sehr für Architektur. Besonders für die griechische sowie die italienische Renaissance. Nachdem er ein Jahr als Baupraktikant in Würzburg gewirkt hatte, entschloss sich Hoffmann im Jahr 1892 für ein Studium an der Akademie der bildenden Künste.
Nachdem Hoffmann und andere Gleichgesinnte wie Gustav Klimt oder Kolo Moser demonstrativ aus dem Künstlerhaus austraten, bildeten sie 1897 eine neue Vereinigung: Die Wiener Secession. Das Stammhaus der Gruppe wurde von Josef Maria Olbrich erbaut und war allein für Ausstellungszwecke gedacht. Hier konnte sich Hoffmann als Gestalter präsentieren. Seine Entwürfe aus dieser Zeit sind geprägt von der Betonung der Fläche, die Werke sind ebenfalls bestimmt von der Struktur.
Schon 1899 hatte sich Hoffmann einen guten Ruf erarbeitet und wurde von der Wiener Kunstgewerbeschule berufen. Ein Jahr später war in Hoffmanns Arbeiten ein eindeutiger Stilwandel zu bemerken, denn dieser orientierte sich nun an englischen und schottischen Zeitgenossen wie zum Beispiel Charles Rennie Mackintosh. Die Wiederbelebung klassizistischer Ideale sowie die Verwendung von einfachen Formen sind in Hoffmanns Arbeiten zu erkennen.
Zu einem bekannten Werk von Hoffman zählt das Supraportenrelief aus dem Jahr 1902. Es handelt sich um einen Gipsschnitt, der von Kreisen und Quadraten geprägt ist. Zu der Entstehungszeit des Supraportenreliefs entstanden überall Werkstätten. Im Jahr 1902 gründeten Josef Hoffmann und Kolo Moser die Wiener Werkstätte als Produktionsgemeinschaft bildender Künstler. Sie hatten sich zum Ziel gemacht Gegenstände neu zu entwerfen und ihnen Individualität sowie Schönheit zu verleihen.
Im Jahr 1904 plante Hoffmann dann das Sanatorium Purkersdorf. Er benutzte hierfür Stahlbeton. Nach diesem Gebäude waren seine Werke zwar immernoch von einfachen Formen geprägt, jedoch waren vor allem die Materialien und Verarbeitungstechniken deutlich prunkvoller als sonst. Zum Höhepunkt seiner Karriere schaffte Hoffmann dann das Palais Stoclet in Brüssel. Dieses Gebäude ist geprägt vom Klassizismus. Bis zu seinem Tod beschäftigte Hoffmann sich mit neuer Formenfindung.
Josef Hoffmann starb 1956 in Wien.

AUSZEICHNUNGEN (AUSWAHL)

1950 Großer Österreichischer Staatspreis für Architektur

BEKANNTESTE WERKE & BAUTEN (AUSWAHL)

1902 Supraportenrelief
1905 – 1911 Palais Stoclet
1906 Sanatorium, Purkersdorf
1913 – 1915 Villa Skywa-Primavesi
1938 – 1945 Umbau des Botschaftspalais der kaiserlich Deutschen Botschaft, Wien (Österreich)

AUSBILDUNG/WERDEGANG

1887 Höhere Staatsgewerbeschule, Brünn
1892 Studium an der Akademie der bildenden Künste, Wien
1897 – 1905 Gründung der Wiener Secession gemeinsam mit Joseph Maria Olbrich
1899 Lehrer an der Wieber Kunstgewerbeschule
1903 Gründung der Wiener Werkstätte gemeinsam mit Fritz Wärndorfer und Koloman Moser
1907 Mitbegründer des Deutschen Werkbundes
1912 Mitbegründer des Österreichischen Werkbundes
1950 Gründung Föderation moderner bildender Künstler Österreichs gemeinsam mit Albert Paris Gütersloh

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