Donnerstag, 10. März 2011

Wichtiges aus der Peripherie

Wie wird Musik dreidimensional. Wie kann ich es umsetzten in einem Raum? Oder doch ein Objekt? Ich will keine Toninstallation. Wie kann ich z.B. ein Stück wie "One Way Glass" von Manfred Mann, 1969, in eine greifbare Form bringen? So, dass man sieht, was es ist, nicht fühlt.

Give me a window with one way glass
To look out on the world and watch people pass
Give me a window to shield me
Where I can't be seen, I don't wanna be free

Give me a window to stop the sound
To keep out the noise of the merry-go-round
Give me a window with one way glass
Save me from questions I might have to ask


Und nicht bloss eine Gestalt, sondern eine, welche Inhalte/Emotionen klar zum Ausdruck bringt. Das ist nicht möglich. Wie auch jeder Hörer/Betrachter anderes denkt/fühlt. Also bleibt es verbunden mit mir. Loslösen, wie? Das ist der Knackpunkt für eine Skulptur. Ich will nicht mehr mit Worten agieren. Es muss ein Weg geben, wie ich fühlen kann, was die Blechinstrumente vor sich geben, nicht bloss der Schalldruck, der wie Wurstmasse in die Därme gepumpt wird. Hat diese Masse Gefühle? Und neben meinen Gedanken/Gefühlen hat es eben noch einen Vektor in anderer Dimension. Den gilt es zu finden.

Schlimmer wird es dann, wenn wir uns vorstellen, z.B. "Three Simple Words" von Utah Saints umzusetzten... da hat es die unendliche Komponente, die ich aber noch nicht mal tonmässig isolieren kann, so ist die Summe allen viel bedrückender als je eine Komponente es alleine sein kann, auch nicht die Stimme von Joyce Sims. Es hat moll-Akkorde, die alleine keinen Sinn machen. Gut, es gibt den ewigen Ton. Das ist der Angelpunkt... aber isolieren? Ja, den kann ich, den gibts ja auch noch anderswo... aber dann umsetzen? Material?

http://soundcloud.com/andale/utah-saints-two-13-three-simple-words

So much love to show you
So much love
So much so much love to show you...

So much love to show you
So much love
So much so much love to show you

Könnte eigentlich der Schlüssel werden, andere Aussagen ebenfalls so zu sehen, z.B. eine Schlüsselszene aus einem Film, oder ein ganzer Film. Ein Inhalt. Genau, z.B. Planète Sauvage. Eine Essenz, destiliert in 3D. Gut, der ist politisch oder existentiell, das sind Vorgaben die es zu umgehen gilt.

Kommen wir weiter aufs Feld der Filme, wirds erst recht schwierig. Wie soll da simpel ein Eraserhead von David £ neben Michael Snow's Experimentalfilmen stehen??  Aber Snow müsste ich im Haus umsetzen... ich könnte im Keller einen kleinen Raum ihm widmen... und im Gang vor der noch nicht erlaubten Türe ins Parkhaus könnte ich einen Beamer hinwursteln, darauf dann in Endlos-Schlaufe entweder Back&Forth oder Wavelength abspielen würden... ohh mann echt abgefahren, diese Vorstellung. Mega gute Idee... Der Michael-Snow-Gang ist soeben geboren. Grüeziwohl

Soll das hier stehen bleiben, oder wo hab ich Platz für solche Gedanken, ein Zettelkasten muss her.

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